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Dax

04.07.2014: Bisher ist es nicht möglich, von einem Durchbruch der Marke von 10.000 Punkten zu sprechen. Am Donnerstag sprang er zwar über diese magische Linie, doch am Freitag wartete er wieder ab.

DAX knapp oberhalb der 10.000 PunkteDie Marktteilnehmer auf marketVote haben sich offenbar an die Seitwärtsbewegung gewöhnt. Das Sentiment tendiert ebenso seitwärts wie der Markt. Sie erwarten auch keinen weiteren Anstieg. Erwartet wird mehrheitlich eine weitere Seitwärtsbewegung.

Offensichtlich besteht diese Situation gefühlt schon so lange, dass man an eine veränderte Situation nicht mehr glauben mag.

Alle Ergebnisse der Juli-Umfrage finden Sie im Mitgliederbereich.

Abbildung: DAX an der 10.000-Punkte-Schwelle

06.11.2013: Immer wieder finde ich Aussagen über den Zusammenhang von DAX und VDAX. Was ist dran an diesem Zusammenhang? Ein Blick auf die Markttechnik.

Der VDAX ist der Volatilitäts-Index der Deutschen Börse. Er bildet die erwartete Schwankungsbreite des DAX in den kommenden 30 Tagen ab.

Gerne wird der VDAX auch als Angstbarometer bezeichnet. Je mehr der Aktienmarkt schwankt, desto größer sei die Angst vor Verlusten, sagt man. Umgekehrt gilt dann aber auch: Schwankt der Aktienmarkt kaum, gibt es auch keine Angst, Verluste zu erleiden. Und wo keine Angst ist, da ist das Potenzial eines Rückschlags gering.

Der aktuelle VDAX

Momentan befindet sich der VDAX auf einem äußerst niedrigen Niveau. Der letzte Tiefstpunkt wurde gerade in den letzten Tagen erreicht. Den aktuellen Kurs finden Sie beispielsweise bei der Deutschen Börse . Der Chart folgende zeigt den VDAX seit 2006 bis heute.

VDAX langfristig

Nach der Angst-These müsste die Angst am deutschen Aktienmarkt zurzeit besonders niedrig sein. Das Risiko eines Rückschlags ist also äußerst gering. Oder nicht?

Rückblick

Ein Blick in die Vergangenheit auf die drei markierten Tiefpunkte des VDAX und den DAX zeigt allerdings, dass es genau anders herum zu sein scheint. In drei von vier Tiefpunkten des VDAX zwischen 2006 und heute gab es nach dem Tiefpunkt im VDAX einen Rücksetzer DAX.

Deutscher Aktienmarkt langfristig

Das heißt, gerade wenn der VDAX besonders niedrig war, gönnte sich der DAX eine kleine Auszeit und konsolidierte. Auch andere untere Wendepunkte des VDAX sind interessant, lassen sich aber nur schwer bestimmen.

Fazit

Steht der VDAX sehr tief, so konsolidiert bald der DAX. So war es zumindest in der Vergangenheit. Konkret bedeutet das: Lag der VDAX unterhalb von 13 Punkten, gab es beim DAX dreimal kurz danach einen Rücksetzer, der zwischen 100 und 500 Punkten betrug.

Eine große Bewegung lässt sich mit den Tiefpunkten beim VDAX nicht bestimmen. Jedoch ist ein Rücksetzer beim DAX wahrscheinlicher geworden.

23.10.2013: In der vergangenen Woche bin ich auf den Zusammenhang zwischen ZEW-Index und oberen Wendepunkten beim DAX eingegangen. Es liegt nun nahe, diesen Zusammenhang anhand des Ifo-Index zu überprüfen.

Beide Institute (ZEW, Ifo) fragen Monat für Monat Experten nach ihrer Einschätzung der ‚Geschäftslage‘ (Ifo) bzw. zur aktuellen Situation der Konjunktur (ZEW). Unterschiedlich sind vor allem die befragten Umfrageteilnehmer. Außerdem geht es beim Ifo-Institut um die aktuelle Geschäftslage von Unternehmen und beim ZEW um die Konjunktur.

Der Vergleich der Ifo-Geschäftslage mit dem DAX fällt ähnlich aus wie der Vergleich der Konjunktureinschätzung durch das ZEW mit dem DAX (hier ). Das Geschäftsklima ist aber etwas schwieriger zu interpretieren.

Sehen Sie zunächst selbst: 

DAX Hochpunkte

Geschaeftsklima und Dax

Erstens: Obere Wendepunkte bei den Geschäftslage-Einschätzungen durch das Ifo-Institut fallen mit oberen Kehrtwendungen beim DAX zusammen.

Zweitens: Leider fallen die Höchstpunkte bei den Ifo-Daten unterschiedlich aus. Es lässt sich festhalten, dass sehr hohe Werte über 120 Punkte in meinen Augen ein guter Indikator für einen Wendepunkt beim DAX waren. Jedoch sind auch die Werte über 100 Punkte interessant, denn auch hier fallen die oberen Wendepunkte mit den Wendepunkten beim DAX zusammen. Es ist jedoch kaum zu bestimmen, wann die Ifo-Lageeinschätzungen unterhalb von 120 Punkten nach unten drehen könnten.

Drittens: Das Problem, einen Wendepunkt zu identifizieren wird dadurch erschwert, dass die monatlichen Schwankungen bei den Ifo-Daten es schwierig machen, einen Wendepunkt durch einen gleitenden Durchschnitt zeitnah zu identifizieren.

Fazit
Wer eine einfache Lösung bei Indikatoren bevorzugt, sollte sich nur auf die ZEW-Situationsbefragung konzentrieren. Denn bei Indikatoren gilt noch immer die Regel: Keep it Simple. Wer jedoch mehr Informationen für eine DAX-Indikation bevorzugt, sollte beide Indizes berücksichtigen: die ZEW-Situationseinschätzung und die Lageeinschätzung des Ifo-Instituts.

Diskutieren Sie mit. Ich freue mich über jeden Kommentar zu dem Thema.

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Quelle: Ifo-Institut
P.S.: Das Info-Institut veröffentlicht übrigens kommenden Freitag seine neusten Umfrageergebnisse.

16.10.2013: Das ZEW präsentierte gestern positive Ergebnisse. Ich bin dem Zusammenhang von Aktienindex und ZEW-Indizes nachgegangen. Aktuell spricht nichts gegen einen weiteren Anstieg des DAX. 

Um knapp drei Prozent legte der Deutsche Aktienindex in den vergangen fünf Börsentagen zu. Gestern schloss er auf einem Rekordhoch bei 8804 Punkten.

ZEW-Indizes

Das Rekordhoch beim Deutschen Aktienindex wurde u. a. herbeigeführt durch leicht gesteigene Konjunkturerwartungen des ZEW am gestrigen Tag. Der Index stieg von 49,6 auf 52,8 Punkte. Die befragten Finanzmarktexperten erwarten weiterhin eine positive Konjunkturentwicklung in Deutschland. Wirft man einen Blick auf die aktuelle Einschätzung der Situation durch die Finanzmarktexperten, so hat sich wenig verändert. Dieser ZEW-Index fiel kaum merklich von 30,60 auf 29,70 Punkte.

Zusammenhang mit Deutschen Aktienindex

Ich bin der Frage nachgegangen, welcher der beiden ZEW-Indizes für die Börse interessanter ist. Aus welchem ZEW-Index lassen sich eventuell Rückschlüsse auf die Entwicklung des Deutschen Aktienindex schließen?

Meine Wahl fiel auf die Einschätzung der Situation durch das ZEW. In den zurückliegenden rund 25 Jahren fanden obere Wendepunkte gemeinsam statt. Die Erwartungen weisen leider eine zu hohe Volatilität auf, um langfristige Wendepunkte festzustellen.

Die nachfolgende Grafik zeigt den Zusammenhang von ZEW-Situationseinschätzung und DAX seit 1991:

DAX und Konjunkturlage

ZEW Konjunktur

Die Hochpunkte aus den Jahren 2000, 2007 und 2011 fanden bei beiden Indizes etwa zeitgleich statt. Dies ist natürlich kein Anhaltspunkt für Daytrader. Jedoch stimmten die Hochpunkte beim ZEW-Index (Situation) langfristig dreimal gut mit den oberen Wendepunkten beim DAX überein. 

Fazit

Betrachtet man den Chart, so sieht es aktuell nicht danach aus, als wenn der ZEW-Index (Situation) vor einem Wendepunkt stehen würde. Auch wenn die Umfrageteilnehmer hier auf marketVote die Lage nicht ganz rosig einschätzen, spricht aus Sicht des soeben beschriebenen Index nichts gegen einen weiteren Anstieg des DAX.

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Quelle: ZEW

21.08.2013: Zwar gab es in den letzten 25 Jahren Kursrückgänge in den Monaten September und Oktober. Jedoch fallen die Kurse weit weniger häufig als manch einer denkt. Ein Blick auf die vergangenen Jahre hilft bei der Analyse.

Wie jedes Jahr im August finden Crash-Propheten eine Bühne. So meldete sich gestern Roland Leuschel zu Wort. Er sieht Parallelen zu 1987. Hier sein Interview aus Der Aktionär . Doch was ist dran in den Prognosen? Ist der September wirklich ein schlechter Börsenmonat und der Oktober ein Crash-Monat?

Dazu habe ich einen Blick auf eine von mir bereits veröffentlichte Grafik geworfen. Hier finden Sie die Gewinne und Verluste des DAX seit 1988 pro Monat. Nachfolgend sind die Monate September und Oktober herausgegriffen.

Betrachtet man also die Verluste des DAX in den Septembermonaten von 1988 bis 2012, ist der DAX im September tatsächlich häufiger gefallen als in anderen Monaten. Alle Verluste über 5 Prozent sind rot markiert. Deutliche Verluste über 10 Prozent sind an der dunkelrote Farbe und weißen Schrift zu erkennen.

Verluste beim DAX im September und Oktober

September 1988 - 2012

In den vergangenen 25 Jahren

  • fiel der Deutsche Aktienindex dreimal mehr als 10%
  • fiel der Deutsche Aktienindex achtmal mehr als 5%
  • insgesamt fiel der Deutsche Aktienindex 15 Mal

Ist das ein eindeutiges Ergebnis? Nein, denn im gleichen Zeitraum steig der deutsche Aktienindex 10 Mal. Drücke ich das Ergebnis in Prozent aus, so fiel der DAX in 60  Prozent aller Fälle. In meinen Augen ist das ein ausgeglichenes Resultat. Im September kann es rauf gehen oder runter gehen. Auch ein Blick auf die Statistik zeigt: die leichte Überzahl der Verluste gegenüber den Gewinnen im September ist wahrscheinlich zufällig zustande gekommen1 .

Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, dann meiden Sie den September. Das bedeutet jedoch nicht, dass der September ein guter Monat ist, um auf fallende Kurse zu spekulieren.

Oktober ein Crash-Monat?

Am 19. Oktober 1987 erlebte der deutsche Aktienmarkt seinen bislang schwärzesten Tag. Auch 1997 und 2008 gab es im Oktober Verluste, die über 10 Prozent hinaus gingen. Solch deutlichen Verluste bleiben Menschen im Gedächtnis haften und werden auf andere ähnliche Ereignisse übertragen. In der Psychologie nennt man solche Generalisierungen Halo-Effekt. Für den Crash-Monat Oktober ist das – wie die Zahlen zeigen – ein Trugschluss.

Ergebnis

Zusammengefasst kann ich also sagen: Betrachtet man die vergangenen 25 Jahre ist der September ein ausgeglichener Monat und der Oktober nur selten ein Crash-Monat.

Ob Roland Leuschel mit seiner Crash-Prognose Recht behalten wird? Ich kann mich an ein vor langer Zeit geführtes Interview mit Heiko Thieme zum Thema Crash-Propheten erinnern. Seinen Antwort klingt mir noch heute in den Ohren: Eine stehende Uhr geht auch zweimal am Tag richtig.

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1 Anmerkungen zur Statistik: T-Test: Fehlerwahrscheinlichkeit: 5%, zweiseitig; Duckworth & Wyatt (1958): Testverfahren auf ordinalem Skalenniveau, zweiseitig

26.06.2013 Der DAX hat zuletzt mehr als 5% Kursverluste hinnehmen müssen. Zugleich steigen die Zinsen. Wer allerdings einen Zusammenhang zwischen Zinsentwicklung und Aktienkursen annimmt, liegt falsch.

Rückblick
Rund fünf Prozent hat der DAX in den zurückliegenden fünf Börsentagen verloren. Die Marke von 8000 Punkten wurde ohne zu zögern durchstoßen. Der DAX schloss gestern bei 7811 Zählern. Die Sorgen über eine mögliche Verknappung der US-Geldpolitik sowie chinesische Konjunkturdaten wurden als Gründe angeführt.

Jetzt wird offen von einer Zinswende gesprochen. Und tatsächlich: Die Umlaufrendite hat bemerkenswert zugelegt. Heute liegt sie bei 1,48 Prozent. Vor nur acht Wochen streifte sie die Linie von 1,00 Prozent.

Zusammenhang von Zinsen und Aktien

Wer aber nun meint, dass der Aktienmarkt fällt, wenn die Zinsen steigen, dürfte enttäuscht sein. Die von mir errechnete Korrelation zwischen DAX und Umlaufrendite im Zeitraum 2011 bis heute beträgt nur magere -0,18. Bei einem Wert von null besteht überhaupt kein Zusammenhang. Der größtmögliche Zusammenhang läge bei 1,0.
Zinsen und Aktien
Die Darstellung der beiden Kurven von DAX und Umlaufrendite offenbart Folgendes: Anfang 2011 stiegen die Zinsen und der DAX fällt tatsächlich. Hier trifft der oftmals vermutete Zusammenhang von Zinsen und Aktienmarkt zu. In der zweiten Jahreshälfte 2011 läuft der DAX allerdings seitwärts, obwohl die Zinsen fallen. Als die Zinsen 2011 weiter abtauchen, fällt auch der DAX – und zwar deutlich. Zinsen und der deutsche Aktienmarkt fielen Hand in Hand.

Für die zurückliegenden Monate, also Sommer 2012 bis heute, ist zu erkennen, dass die Zinsen auf niedrigem Niveau seitwärts liefen. Gleichzeitig verbuchte der DAX deutliche Kursgewinne.

Ich will nicht ausschließen, dass der Zusammenhang langfristig gegeben ist. Für kurzfristige Spekulationen im DAX hilft ein Blick auf die Zinsen wenig.

Wie sich DAX und Umlaufrendite seit 1991 entwickelt haben, können Sie hier nachlesen.

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Standardisierte Daten um beide Kurven in einer Grafik übereinanderlegen zu können.

14.11.2012: Das Stimmungsbarometer des ZEW für die Konjunktur in Deutschland droht in den nächsten Monaten weiter abzutauchen. Der DAX könnte durch einen Strudel schlechter Nachrichten mit nach unten gerissen werden. 

Stimmungsbarometer, ZEWBestimmen momentan die Sorgen um die Konjunktur die Entwicklung beim DAX? Ein Blick auf ein aktuelles Stimmungsbarometer des ZEW hilft, eine Antwort zu finden. Dabei geht es mir heute um die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland.

Diese Umfrage führt das ZEW Monat für Monat unter Finanzmarktteilnehmern durch. Die Ergebnisse für November wurden gestern veröffentlicht. Der aktuelle Wert liegt bei 5,4 Punkten (vgl. Abbildung oben).

Alles Zufall?

Anfang Juni 2012 hatte der DAX seinen letzen Boden ausgebildet. Fast zur gleichen Zeit, Ende Mai 2011, erreichte das konjunkturelle Stimmungsbarometer mit 44,1 Punkten seinen höchsten Wert. Kann das ein Zufall sein? Seitdem verschlechterte sich die aktuelle Lageeinschätzung stetig und zugleich stieg der DAX über viele Wochen an - auch das ein Zufall?

Aktienmärkte steigen durch Erwartung, dass sich die konjunkturelle Lage bald wieder verbessern wird. Das war die These. In dieser Situation befand sich der Dax seit Sommer 2012 (vgl. Abbildung unten). Nun sind Zweifel aufgekommen, ob die These noch Gültigkeit besitzt. Stimmungsbarometer und DaxDenn zunehmende Konjunktursorgen vermehren sich und machen die ursprüngliche These irgendwann unhaltbar. An der Seitwärtsbewegung des DAX der letzten Wochen sind die Zweifel abzulesen.

Das bedeutet: Schwache Konjunkturdaten wirken sich momentan direkt auf den Aktienmarkt in Deutschland aus. Die Frage lautet momentan, wie sich die Konjunktur in der nächsten Zeit entwickeln wird. Beobachten Sie die konjunkturelle Entwicklung genau.

Am 23. November veröffentlicht das ifo Institut das nächste wichtige Stimmungsbarometer - den Geschäftsklimaindex für Deutschland.

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Zeitrahmen für beide Charts: September 2011 bis heute

04.07.2012: Trotz kurzfristiger Hoffnungen auf eine Senkung der Leitzinsen trauen die Umfrageteilnehmer auf marketVote dem Anstieg beim DAX nicht. Einkaufsmanagerindex für die Eurozone fällt.

Der DAX hat in den vergangenen sieben Tagen deutlich zugelegt. Zuerst wurden die Ergebnisse des EU-Gipfels gefeiert. Jetzt hofft man kurzfristig auf eine Leitzinssenkung.

Aber die Konjunktur schwächelt. Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone fällt auf ein Drei-Jahres-Tief. Wie das Marktforschungsinstitut Markit heute mitteilt, fällt der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone auf einen Wert von 46,4 Punkten (finale Daten). Der Wert bleibt damit unterhalb der neutralen Marke von 50 Punkten. Der Einkaufsmanagerindex bestätigt die Ergebnisse der Konjunkturumfragen für die deutsche Wirtschaft der deutschen Institute Ifo, ZEW und GfK. Auch sie meldeten in den letzten Wochen fallenden Konjunkturerwartungen von Managern, Finanzmarktexperten und Konsumenten.

Die Hoffnungen für einen weiteren Anstieg beim DAX liegen kurzfrsitig auf einer Senkung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB), die am morgigen Donnerstag tagt. Laut der FTD-Zinsumfrage vom 02.07.2012 rechnet eine klare Mehrheit der Chefökonomen von gut 30 Banken bei der Sitzung der EZB mit einer Zinssenkung. Drei Viertel der Bankenvolkswirte erwarten eine Senkung der Leitzinsen auf 0,75 oder 0,5 Prozent. In Erwartung einer Senkung der Leitzinsen legte der DAX in den letzten Tagen zu.

Doch die Prognosen auf marketVote für den DAX führen genau in die entgegengesetzte Richtung: Die Erwartungen für den DAX in drei Monaten fallen und deuten nicht auf einen weiteren Anstieg hin. 57% der Umfrageteilnehmer prognostizieren in der aktuellen Umfrage einen tieferen DAX in den nächsten Monaten.

Offensichtlich sind viele Befragte misstrauisch gegenüber dem unerwarteten Anstieg beim DAX. Sie glauben mittelfrisitg kaum an stimulierende Effekte durch eine Senkung der Leitzinsen. Vielmehr scheint ihre Entscheidungsgrundlage, die sich abschwächende Konjunktur zu sein. In der Konsequenz bedeutet das, sich momentan von deutschen Aktien fernzuhalten.

Wie sich das Sentiment zum DAX im Einzelnen, die Marktstimmung und die Zufriedenheit mit der eigenen Performance in dieser Woche entwickelt haben, lesen Sie im Mitgliederbereich. Registrieren Sie sich hier, damit Sie mehr erfahren.

06.06.2012: Kurzfristig erwarten die befragten Marktteilnehmer weiter fallende Kurse. Ihre Prognosen für den DAX in einem Jahr bleiben allerdings positiv.

Prognosen DaxDer DAX steht aktuell in etwa dort, wo er zu Jahresbeginn gestartet ist. Gestern wurde die Marke von 6000 Punkten von oben durchbrochen. Der Handel wurde gestern mit 5969 Punkten beendet. Die Stimmung am Markt wird zwar als pessimistisch wahrgenommen. Die Prognosen für den DAX fallen jedoch keineswegs so negativ aus, wie man aufgrund der Kursverluste vermuten könnte.

Eine positive Basis ist durchaus vorhanden, denn langfristig erwarten die befragten Marktteilnehmer einen steigenden DAX. Allerdings geht eine deutliche Mehrheit kurzfristig von einem weiter fallenden DAX aus. Aus Sicht der Umfrageteilnehmer befinden wir uns momentan in einer kurzfristigen Abwärtsbewegung. Ein Boden ist nicht in Sicht. Ein DAX von 5000 Punkten liegt für viele im Bereich des Möglichen. Eine anhaltende Baisse wird von den befragten Marktteilnehmern jedoch nicht erwartet.

Insgesamt ist das Marktsentiment weder hoffnungslos noch panisch, sondern weiterhin neutral. Ein irrationales Verhalten ist nicht festzustellen. Jedoch ist zu bedenken, dass eine Bodenbildung erst stattfinden kann, nachdem irrationales Verhalten am Markt zu beobachten ist. Insofern dürften die kurzfristigen Prognosen für den DAX durchaus zutreffen.

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07.03.2012: Der DAX fällt und atmet durch. Viele Marktteilnehmer haben die Konsolidierung erwartet. Doch was bedeutet eine Konsolidierung an der Börse? Eine psychologische Betrachtung: Die Konsolidierung zeigt Ihnen, welche Strategie Sie verfolgen.

KonsolidierungAndré Kostolany sagte gerne: "An den Börsen sind 2 mal 2 nie vier, sondern 5 minus 1." An den Börsen geht es häufig deutlicher aufwärts als erwartet, dafür fällt die Börse nach einem Anstieg auch wieder ab - sie konsolidiert. Und nun ist sie da. Die Konsolidierung, auf die alle gewartet haben. DAX verlor in den letzten zwei Wochen rund vier Prozent. 

Konsolidierung bedeutet in der Psychologie stabilisieren und festigen von Informationen und Erlebnissen aus der jüngsten Vergangenheit im Gedächtnis. Die neuen Informationen und Erlebnisse gehen vom Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis über. Neue Informationen werden mit langfristig im Gedächtnis gespeicherten Erfahrungen verknüpft. Der Zeitraum der Konsolidierung kann schnell abgeschlossen sein oder viele Wochen andauern.

An der Börse ist es ähnlich. Der fulminante Aufwärtstrend der vergangenen Wochen muss erstmal verarbeitet und eingeordnet werden. Einige Anleger sind ausgestiegen, atmen durch, haben verkauft und beobachten die Lage von der Seitenlinie aus. Beunruhigende Themen wie die Schuldenkrise Griechenlands werden wieder aufgewärmt und führen aus Angst um die schönen Gewinne schnell zu Verkäufen.

Das Wort Konsolidierung hat den Anschein, als sei die aktuelle Bewegung ein kurzfristiger Abschwung in einem langfristigen Aufwärtstrend. Doch im Grunde kann erst nach einer Konsolidierungsphase gesagt werden, ob der Aufwärtstrend bestand hat. Konsolidierung bedeutet psychologisch gesehen nur die Bewertung, Einordnung und Festigung der Vergangenheit im Gedächtnis jeden einzelnen Marktteilnehmers.

Die Kunst ist, abzuschätzen, wann die Konsolidierungsphase beendet ist. Wer den Tiefpunkt der Konsolidierung erwischt, beweist ein gutes Market-Timing und kann ein erfolgreicher Trader sein. Wer langfristig investiert, sollte sich von Konsolidierungsphasen nicht beeinflussen lassen. In der Konsolidierung zeigt sich, was für ein Anlegertyp Sie sind. Sind Sie ein Trader oder ein Investor? Die Konsolidierung sagt Ihnen, wer sie sind.

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