Weblog von Toastmaster

16.05.2012: Konjunkturerwartungen verschlechtern sich. Die kurzfristigen Indikatoren für das Marktsentiment der Börse zeigen ein pessimistisches Bild.

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) für Deutschland fiel gestern für das erste Quartal 2012 relativ positiv aus. Im Vergleich gegenüber dem Vorjahr steigt das BIP um 0,9 Prozent (Quelle: Deutsche Bundesbank).

Einen Tag zuvor veröffentlichte das ZEW das Sentiment zur Konjunktur. Die aktuelle Situation wird von den befragten Finanzmarktexperten etwas positiver als im letzten Monat eingeschätzt wird. Der Wert stieg leicht um 3,4 Punkte auf rund 44 Punkte. Der Ausblick, also die Konjunkturerwartungen werden von den gleichen Personen allerdings schlechter eingeschätzt. Sie fielen deutlicher. Der ZEW-Indikator für die Erwartungen fiel um 12,6 Punkte auf 10,8 Punkte. Zwar dürften die aktuellen Diskussionen um Europa die Konjunkturerwartungen negativ beeinflusst haben. Von einer Trendwende ist m. E. noch nicht auszugehen. In der nächsten Woche wird das Ifo Geschäftsklima veröffentlicht, welches vielleicht weitere Aufschlüsse zur Konjunkturlage bringt.
Marktsentiment eine Woche
Der DAX hat in den letzten Wochen seit seinem Hoch bei über 7000 Punkten rund 10% verloren. Ein verschlechtertes Marktsentiment ist jedoch bisher nur in den kurzfristigen Sentimentindikatoren festzustellen. So haben sich die Erwartungen für den DAX in einer Woche im Vergleich zur Vorwoche kaum verändert. Mit einem Wert von 34 Punkten erwarten die meisten befragten Marktteilnehmer kurzfristig einen fallenden DAX (vgl. Chart). Auch der Indikator für die Einschätzung der Stimmung am Markt ist kurzfristig zu betrachten, denn er spiegelt die momentane Verfassung am Markt wieder. Die Einschätzungen sind hier überwiegend pessimistisch.

Gerade für das kurzfristige Marktsentiment gilt, dass die Prognosen stark von der aktuellen Situation beeinflusst werden. Häufig wird die aktuelle Situation nachgezogen und fortgeschrieben. Ähnlich wie technische Indikatoren haben diese kurzfristigen Indikatoren den Vorteil, dass sie auf einem niedrigen Niveau eine Bodenbildung anzeigen können.

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09.05.2012: Nach den Wahlen in Griechenland und Frankreich steht die europäische Finanzpolitik vor einem Paradigmenwechsel. Die Marktteilnehmer warten ab. Die Stimmungsbarometer für den DAX tendieren seitwärts.

In Griechenland stehen die Uhren still. Die Konservativen scheiterten mit einer Regierungsbildung schon auf der Startgeraden. Auch den sogenannten radikalen Linken wird nicht zugetraut, eine Regierung zu bilden. Sollten es ihnen jedoch gelingen, eine Mehrheit für die Regierung zu gewinnen, könnte der Ausstieg von Griechenland aus der Eurozone beschlossen werden.

In meinen Augen ist das keine Katastrophe. Einen automatischen Dominoeffekt befürchte ich nicht. Was soll das auch sein? Jedes Land ist schließlich in der Lage, eine selbstständige Entscheidung zu treffen, ob ein Verbleib in der Eurozone ihm mehr Vorteile als Nachteile beschert. Für Griechenland überwiegen bei einem Ausstieg m. E. die Vorteile: Eine neue Währung (New Drachme) könnte abgewertet werden, was die Preise für griechische Güter und Dienstleistung purzeln lassen würde.

Neben Griechenland hat auch Frankreich gewählt. Der Sozialist Hollande wird das Ruder in Paris übernehmen. Europa rückt nach links. Damit vollzieht sich ein Paradigmenwechsel in der europäischen Finanzpolitik. Holland steht für Wachstums-anreize und neue Investitionen. Hingegen stehen Merkel und Schäuble für Stabilität und Sparen. Dieses Paradigma hat nun offenbar ausgedient. Denn wie der Wirtschaftswurm  in "Francois Hollandes Idee vom Wachstumspakt" schreibt, hat Frau Merkel bereits ihr Entgegenkommen signalisiert.
Stimmungsbarometer DAX
Die Börsen in Europa sollten diese Entwicklung langfristig positiv bewerten. Doch solange in Griechenland keine Entscheidungen getroffen werden, regiert am Markt die Ungewissheit. Dies spiegeln die Stimmungsbarometer auf marketVote wider. Auf Sicht von einem Jahr wird die abwartende Haltung deutlich. Die Prognosen für den DAX in einem Jahr bleiben im Vergleich zu vergangener Woche nahezu unverändert. Der Indikator steigt von 57 auf 58 Punkte(vgl. Chart links). Das Gesamtbild bei diesem Sentimentindikator bleibt leicht positiv, denn der Wert liegt noch immer oberhalb von 50 Punkten.

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02.05.2012: Die Stimmung der Marktteilnehmer ist ohne klare Richtung. Optimisten und Pessimisten teilen sich in zwei gleichgroße Lager. Die finanzpolitische Lage ist wieder ungewiss.

Die Frage nach der eigenen Stimmung zum deutschen Aktienmarkt spiegelt das aktuelle Sentiment am deutschen Aktienmarkt treffend wider. Die eine Hälfte der  befragten Marktteilnehmer auf marketVote ist heiter und zuversichtlicEigene Stimmung Markteilnehmerh. Die andere Hälfte ist skeptisch und vorsichtig. Was also die aktuelle Stimmung zum DAX angeht, ist das Verhältnis von Optimisten und Pessimisten ausgeglichen. Dabei überwiegt eine leicht optimistische Tendenz. Der aus dieser Frage berechnete Indikator liegt in dieser Woche bei rund 15 Punkten (Skala von -100 bis + 100 Punkte).

Der DAX tendiert seit etwa drei Wochen seitwärts. Das Makrtsentiment zeigt: es gibt keinen klaren Trend, dem die Masse folgt. Im Markt sind zudem wenig Extrempositionen vorhanden. Daher gibt momentan auch keinen Grund, antizyklisch auf fallende oder steigende Kurse zu spekulieren. Die Stimmung an der Börse ist neutral.

Der Trend der letzten Monate war aufwärtsgerichtet. Durch wieder zunehmende Diskussionen um Europa wird der Aufwärtstrend infrage gestellt. Nachdem in Spanien nun auch wichtige Banken durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) herabgestuft worden sind, steht die Frage im Raum: Wird Spanien in naher Zukunft weiter herabgestuft? Zudem ist die Lage vor der Wahl in Frankreich weiter offen. Wer wird in Paris das Rennen machen: Sarkozy und Hollande?

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25.04.2012: Gibt es einen positiven Zusammenhang von Inflationsrate und Zinsentwicklung? Grundsätzlich ja, aber momentan scheint dieser Zusammenahng außer Kraft gesetzt zu sein.

In meinem Bericht vor zwei Wochen ging ich indirekt auf das Verhältnis zwischen Inflation und Zinsen ein. Häufig wird das Argument angebracht, dass der Zins, den Anleger erhalten, die Geldentwertung ausgleicht. Daher könnte man vermuten, dass Inflationsrate und Zinsen mehr oder weniger synchron verlaufen.

Chart Inflation und ZinsenUm diese These zu überprüfen, habe ich Inflationsrate und Zinsen in einem Chart zusammengefasst. Dabei wählte ich einen Zeitraum von 1992 bis heute.

Die Inflationsrate wird üblicherweise durch den Verbraucherpreisindex und die Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent abgebildet. Für die Zinsen habe ich die von mir bevorzugte Umlaufrendite herangezogen. Der letzte Wert stammt vom 15.03.2012, die aktuelle letzte Veröffentlichung zum Verbraucherpreisindex. Beide Werte sind z-standardisiert. Das bedeutet, dass der mittlere Wert für beide Zeitreihen null beträgt. Damit ist es möglich, Inflation und Zinsen in einem Chart darzustellen.

Der Zusammenhang von Inflation und Zinsen ist grundsätzlich gegeben. Für den gesamten Zeitraum von 1992 bis heute ist der Zusammenhang signifikant. Einen großen Einfluss auf diesen Zusammenhang hat jedoch der Zeitraum von 1992 bis 1998, in der Inflation und Zinsen gleichermaßen deutlich gefallen sind. Am 15. Januar 1992 lag die Umlaufrendite bei 8,34%, die Inflationsrate für Deutschland lag bei 5,7%. Am 15. Dez. 1998 lag die Umlaufrendite bei 3,75% und die Inflationsrate bei 0,4%. Der Gleichlauf von Inflation und Zinsen ist also vor allem bei großen Bewegungen festzustellen.

Betrachtet man jedoch den Zusammenhang weiterer Zeiträume, so ist er beispielsweise für die Zeit von 1999 bis 2006 nicht gegeben.

Für den Zeitraum von 2009 bis heute ist sogar ein entgegengesetzter Zusammenhang festzustellen. Die Inflationsrate steigt und die Zinsen in Deutschland fallen seit März 2009. In der aktuellen Lage ist die positive Beziehung von Inflation und Zinsen auf den Kopf gestellt.

Auch bei den Zinsen geht es, wie immer an der Börse, um Erwartungen. Die Zinsen niedrigen Zinsen spiegeln die Erwartungen wider, die Marktteilnehmer in Bezug auf zukünftige Entscheidungen der EZB haben. Solange die Krise weiterschwellt (Griechenland, Spanien usw.) gehen Marktteilnehmer davon aus, dass weiterhin viel Liquidität für niedrige Zinsen in Deutschland sorgen wird. Die Umfrageteilnehmer auf marketVote sehen die künftige Zinsentwicklung im übrigen ähnlich.
Erst wenn die Konjunktur in Europa nachhaltig an Fahrt gewinnt, kann die Liquidität durch die Notenbank zurückgefahren werden. Und erst dann wird der positive Zusammenhang von Inflation und Zinsen wieder hergestellt.

  • Korrelation (nach Pearson), 01.1992 bis 03.2012: r= +0,6 (signifikant)
  • Korrelation (nach Pearson), 01.1999 bis 12.2006: r= +0,1
  • Korrelation (nach Pearson), 01.2009 bis 03.2012: r=  -0,6 (signifikant)

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18.04.2012: Der Markt weiß nicht recht, wo es hingeht. Dies gilt für den Aktienmarkt in Deutschland ebenso wie für die Zinsentwicklung.

Zinsentwicklung Zinswende adeInsbesondere bei den Zinsen hat ein Stimmungsumschwung stattgefunden. Glaubte in den vergangenen Wochen die Mehrheit der Befragten an eine Zinswende in Deutschland, ist diese Hoffnung nun begraben wurden. "Wie heute" ist meistgenannte Antwort auf die Frage, wo die Umlaufrendite in den nächsten drei Monaten stehen wird. 83% der Befragten wählten diese Prognose. Der Sentiment-Indikator für die Zinsentwicklung (Abbildung links), liegt bei rund 46 Punkten und ist damit deutlich gefallen.

Seitdem nun die Rückzahlung der Verbindlichkeiten durch Spanien infrage gestellt wird, gibt es offenbar einen Grund weniger, an steigende Zinsen in Deutschland zu glauben. Die Schuldenkrise rückt wieder in den Vordergrund und spricht für den weiteren Kauf erstklassiger deutscher Anleihen. Warum nun Spanien? Lesen Sie auf Acemaxx-Analytics: "Warum die Krise sich in Spanien verschärft".

Auch die Inflationsrate in Deutschland sinkt tendenziell. Wurde die Inflationsrate für Deutschland im Februar 2012 mit 2,3% festgestellt, sank sie im März 2012 auf 2,1%. Die Inflationsrate für den Euroraum bleibt mit 2,7% stabil, wie Eurostat heute mitteilte.

Es besteht ein hohes Maß an Ungewissheit an der Börse. Ungewissheit ist ein Zustand, den die meisten Menschen lieber vermeiden würden. Daher wird die Börse in naher Zukunft auch wieder eine klare Tendenz aufweisen.

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11.04.2012: Während gestern drei Chefvolkswirte großer deutscher Investmentbanken erklärten, dass die Inflation anziehen wird, fiel die Umlaufrendite gestern auf ein neues Rekordtief. Umfrageteilnehmer auf marketVote glauben, die Umlaufrendite wird anziehen.

So meint Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank: "Wenn die Staatsschuldenkrise irgendwann ausgeschwitzt ist und die Arbeitslosigkeit nicht nur in Deutschland, sondern auch im Rest des Euro-Raums fällt, wird die Inflation anziehen." Als Begründung nennt Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank die Geldpolitik, die "so außerordentlich inflationär ist." - vgl. Handelsblatt: „Höhere Inflation ist unvermeidlich

Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank legt dar, dass die Produktionskapazitäten in Europa wahrscheinlich nicht ausgelastet sind. Daher warnt er: "Wenn sich das ändert, ist die Gefahr der Inflation groß." Er geht davon aus, dass in etwa zwei Jahren, wenn die Wirtschaftserholung weitergeht, die Inflation anziehen dürfte.
Zinserwartung
Spannend ist jedoch die Frage, was in den nächsten Monaten am Zinsmarkt passieren wird. Da hilft ein Blick auf die aktuelle Befragung zur Zinserwartung in drei Monaten. Die Umfrageteilnehmer sehen wie schon in den Vorwochen auch für die nächsten Monate steigende Zinsen. Der Indikator hat einen Wert von 68 Punkten.

Der Trend bei der Umlaufrendite läuft jedoch in die andere Richtung. Sie fiel gestern auf einen neuen Tiefstwert und wurde mit 1,59% festgestellt. Alle kaufen wieder deutsche Anleihen. Volkswirte setzen wieder auf Deflation, Untergangspropheten kehren an den sicheren Hafen zurück und jene, die den DAX 8000 aus den Augen verloren haben, parken ihr Geld lieber in Staatspapieren deutscher Herkunft.

Langfristig werden also steigende Inflationsraten erwartet und kurzfristig steigende Zinsen. Wenn alle einer Meinung sind, kommt es jedoch an der Börse häufig anders, als man denkt. Der fallende Trend der Umlaufrendite ist jedenfalls ungebrochen.

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04.04.2012: Wider Erwarten hat sich die Konsolidierung beim DAX fortgesetzt. Das Sentiment ist positiv und die befragten Marktteilnehmer auf marketVote sind in guter Stimmung. Doch das birgt auch Gefahren.

Sowohl die Erwartungen für den DAX, die Zufriedenheit mit der eigenen Performance und die Marktstimmung - alle erhobenen Indikatoren auf marketVote sind zurzeit positiv. Sentiment DAX - Psyche der Anleger

Als Beispiel habe ich die Einschätzung für den DAX in einem Jahr herausgegriffen. Die langfristigen Erwartungen für den DAX sind zwar in der letzten Woche ein wenig zurückgekommen - der Indikator ist von 88 Punkten auf 75 Punkte gefallen - bleibt aber eindeutig im Plus. D. h. die befragten Marktteilnehmer gehen langfristig davon aus, dass die alten Hochs aus den Jahren 2011, 2007 und 2000 übertroffen werden. Ein DAX mit 8000 Punkten könnten wir in einem Jahr schon weit hinter uns gelassen haben.

Das Sentiment spiegelt Zuversicht wider, ist aber auch nicht überschwänglich. Von Euphorie kann keine Rede sein. Das zeigen die Ergebnisse der Umfragen. Von daher könnte sich der Aufwärtstrend fortsetzen.

Trotzdem gibt es eine Gefahr, die in der Psyche der Anleger liegt. Jeder von uns neigt bei gehobener Stimmung zu bestimmten Denkmustern, die eine realistische Einschätzung der Situation behindern. Wir weisen positiven Ereignissen in gehobener Stimmungslage eine größere Bedeutung zu. Alles läuft gut und warum sollte man infrage stellen, was funktioniert. Mache das, was funktioniert. Ist die Stimmung gut, dann handeln die meisten Menschen nach diesem Motto.

Es besteht zudem die Tendenz, vom Generellen auf vermeintliche Fakten zu schließen. Das bedeutet: In erster Linie ist man optimistisch und dazu werden die passenden Argumente gesucht. Der Optimist spricht vom intakten Trend und begründet dies mit der massig vorhandenen Liquidität im Markt.

Die nächsten DAX-Ziele werden mal so über den Daumen gepeilt: DAX 8000, DAX 10000, DAX 20000 in den nächsten zehn Jahren. Gut gestimmte Anleger verlassen sich stärker auf Daumenregeln als Anleger in pessimistischer Stimmungslage.

Die Suche nach neuen Daten und Fakten wird bei guter Stimmung als nicht so wichtig angesehen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Medien in der letzten Woche das beste Startquartal beim DAX seit 1998 gefeiert haben. Was haben Sie aus dieser Meldung gemacht? War sie ein Anlass für Sie, von weiteren Kurssteigerungen auszugehen?

Ein guter Start sagt an der Börse nichts über die Zukunft aus. Seien sie also wachsam. Realismus hilft, wenn alle bester Laune sind.

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28.03.2012: Konkunkturerwartungen von Ifo und GfK liegen auseinander. Das Sentiment für den deutschen Aktienmarkt ist positiv.

Das Sentiment für die Konjunktur in Deutschland ist stabil. Der Ifo-Geschäftsklimaindex wurde vorgestern veröffentlicht. Die Einschätzung der aktuellen Konjunkturlage tendiert auf hohem Niveau seitwärts. Der Wert liegt bei 117,4. Die Erwartungen zur Konjunktur tendieren ebenfalls seitwärts, liegen aber mit 102,7 Punkten auf einem tieferen Niveau. Die aktuelle Geschäftslage wird durch die Unternehmer sehr positiv eingeschätzt, die Erwartungen für die Zukunft liegen darunter. Es wird also weniger optimistisch in die Zukunft geschaut.

Die GfK veröffentlichte gestern im Rahmen ihres Konsumklimaindex auch ihre Konjunkturerwartungen. Die GfK ist weniger optimistisch. Wie sie mitteilt, liegt das Niveau des Indikators gut 42 Punkte unter seinem entsprechenden Vorjahresniveau. Dies deute darauf hin, "dass die deutsche Wirtschaft 2012 im Vergleich zum Vorjahr spürbar an Dynamik einbüßen wird."

Sentiment MarktstimmungEbenso wie die aktuelle Lage zur Konjunktur wird auch die Stimmungslage an der Börse von den Teilnehmern auf marketVote überwiegend positiv eingeschätzt. Das Sentiment, gemessen an der Frage: "Schätzen Sie bitte die aktuelle Stimmung am deutschen Aktienmarkt ein." ist wie in der Vorwoche positiv. Der Wert liegt aktuell bei 50 Punkten, wobei die Skala einen Wert von minus bis plus 100 Punkten annehmen kann.

Die meisten Marktteilnehmer sehen die Lage heiter und zuversichtlich. Einige Befragte schätzen jedoch, dass im Markt auch vorsichtige Tendenzen wahrzunehmen sind, vgl. Abbildung.

Was denken Sie? Kommentare sind gern gesehen.

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Sentiment Umlaufrendite21.03.2012: Umfrageteilnehmer gehen von weiter steigender Umlaufrendite aus. Ist das die Zinswende?  I

Die Zinsen haben sich in der letzen Woche deutlich nach Norden bewegt. Die Umlaufrendite lag in der Vorwoche mit 1,61% noch auf Rekordtief und wurde gestern mit 1,81% festgestellt. Auch der Bund-Future ist zurückgekommen. Ist das nun die Zinswende?

Der jüngste Anstieg der Zinsen hat die Fantasie der Umfrageteilnehmer beflügelt. Sie sehen die Umlaufrendite in den nächsten Monaten weiter steigen. Wie im Chart gut zu erkennen ist, erwarten die meisten Umfrageteilnehmer vermehrt steigenden Zinsen in Deutschland.

Der Indikator für die Zinserwartung in drei Monaten ist auf 75 Punkte gesprungen. Ein deutlich positiver Wert für dieses Sentiment. Ich bin gespannt, ob die Umfragewerte in der nächsten Woche bestätigt werden. Sollte das der Fall sein, kann man tatsächlich von einer Zinswende sprechen. Was denken Sie?

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14.03.2012: DAX steigt deutlich, die Erwartungen an den DAX auch. Sentiment bleibt insgesamt ausgeglichen. Die Konsolidierung scheint beendet zu sein.

Sentiment DAX in drei Monaten
Der DAX machte in der vergangenen Woche einen hohen Sprung nach oben. Er gewann in der zurückliegenden Woche rund 6%. Mit dem Anstieg stiegen auch die Erwartungen für den DAX in drei Monaten deutlich an. Aktuell liegt dieser Wert bei 61 Punkten (vgl. auch Abbildung). Die Erwartungen an die Entwicklung des DAX sind im Gegensatz zur Vorwoche gestiegen.

In der Vorwoche lag dieser Indikator noch bei 50 Punkten und deutete eine Konsolidierung an. Nun sieht es so aus, dass einige Börsianer die Konsolidierung unverzüglich nutzten und einstiegen.

Allerdings ist die Marktstimmung (Wie schätzen Sie die Stimmung am deutschen Aktienmarkt ein?) im negativen Bereich. Die befragten Markteilnehmer bleiben vorsichtig. Insofern hat der Markt noch Luft nach oben, denn von einem euphorischen Sentiment ist nichts zu spüren.

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