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08.04.2014: Im Dezember 2013 hat der DAX seinen Aufwärtstrend beendet und tendiert seitdem seitwärts. Geht es nun abwärts? Gewinne oder Verlsute

Ein ähnliches Bild wie der DAX zeigt die Differenz zwischen Hoffnung und Angst. Bis zum November 2013 überwog die Hoffnung auf Gewinne. Seit Dezember vergangenen Jahres ist die Angst vor Verlusten unter den befragten Marktteilnehmern größer als die Hoffnung auf Gewinne.

Der aktuelle Wert dieses Indikators liegt bei minus vier Punkten, wie an der Abbildung zu erkennen ist. 

Der DAX tendiert also nicht nur seitwärts, sondern unter den Befragten findet sich die Befürchtung, dass die Kurse zurückkommen könnten.

 

26.03.2014: In der vergangenen Woche hat auch der letzte DAX-Konzern seine Quartalszahlen für das 4. Quartal 2013 bekanntgegeben. Die Marktteilnehmer wurden enttäuscht.

Wie schon in den vergangenen Erhebungen zum 2. Quartal 2013 und 3. Quartal 2013 fielen die Marktreaktionen auf die Bekanntgabe der Zahlen unterschiedlich aus. BMW überraschte den Markt mit den Quartalszahlen und dem Ausblick am meisten. Am 19.03.2014 stieg die Aktie um 7,3%. Besonders stark enttäuscht waren die Marktteilnehmer von K+S. Sie fielen am 13.03.2014 um fast 10%. Die Grafik zeigt die einzelnen Ergebnisse.

Interessant ist aber wie immer der Blick auf den Durchschnitt der Marktreaktionen. Dieser fiel mit -0,80% deutlich negativ aus. Die Reaktionen für das 2. Quartal 2013 lagen bei -0,31%, für das 3. Quartal 2013 bei +0,94%.

Quartalsergebnisse 2013, 4. Quartal

Die meisten Quartalszahlen wurden von Ende Februar bis Mitte März veröffentlicht. Genau in diesem Zeitraum fiel auch der DAX um rund 600 Punkte. Die Quartalszahlen erklären den Rückgang beim DAX also sehr gut. Auch ohne die politischen Ereignisse (Ukraine / Krim) wäre der DAX vermutlich gefallen.

Erwartung DAX in drei Monaten
05.03.2014: Im vergangenen Monat schwang sich der DAX bis auf 9700 Punkte empor. Die letzten Wochen waren geprägt durch Quartalszahlen und zuletzt durch die Krise in der Ukraine.

Folgt man den Einschätzungen der befragten Marktteilnehmer, ist die Konsolidierung vorbei und wird sich als Abwärtsbewegung fortsetzen. Die Erwartungen unter den Befragten sind äußerst negativ. Neue Allzeithochs sollten demnach in den nächsten Monaten nicht mehr erreicht werden.

Auch die Angst vor fallenden Kursen ist weiterhin vorhanden.

 

Sentiment 1 Jahr
05.02.2014
: Die Erwartungen sowie Angst und Hoffnung zeigen nach Süden. Die befragten Marktteilnehmer sehen weiterhin fallende Kurse.

Dass es sich jedoch nur um eine Konsolidierung handeln sollte, lassen die langfristigen Erwartungen hoffen. Sie sind deutlich gestiegen. Aufgrund der Umfragewerte ist nicht davon auszugehen, dass dem Dax ein längerer Rückgang bevorsteht.

Die einzelnen Sentimentindikatoren finden Sie hier

 

Erwartungen für drei Monate
08.01.2014:
Neutral zeigt sich die Erwartung beim DAX auf Sicht der nächsten drei Monate. Der Wert hat sich gegenüber der Dezember-Umfrage wenig verändert. Er bleibt leicht unterhalb der neutralen Marke von 50 Punkten.

Dies ist jedoch der einzige neutrale Wert, der unter den Umfrageteilnehmern im Januar 2014 festzustellen ist.

Zur Januar-Analyse geht es hier.

Angst vor Verlusten
09.12.2013: Die Angst vor Verlusten hat in der aktuellen Umfrage erstmals einen deutlichen Anstieg erfahren. Der Wert liegt aktuell bei 4,3 Punkten. Zuvor lag der Wert bei 1,0 Punkten. Äquivalent hat sich auch die Hoffnung auf Gewinne deutlich verschlechtert.

Begründet ist der Anstieg des Indikators sicherlich in dem Rückgang des DAX in der vergangenen Woche. Allerdings sind nicht alle Indikatoren so negativ.

Hier lesen Sie mehr

04.12.2013: Thyssen hat die Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen für das 3.Quartal 2013 ein wenig hinausgezögert. Daher kann erst jetzt im Dezember das vollständige Bild der Marktreaktionen auf die Geschäftszahlen errechnet werden.

Am 14. November präsentierten Merck, RWE und K+S ihr Zahlenwerk. Merck stiegen an diesem Tag mit dem DAX um 1,7%. Leider enttäuschte K+S, die um 4,18% fielen deutlich. Ebenso verloren RWE 5,12%. Auch Thyssen kam am 2. Dezember deutlich unter die Räder (-8,41%). Diese Unternehmen verschlechterten das gute vorab berechnete Ergebnis der Marktreaktion erheblich. Letztlich ergibt sich folgendes Endergebnis für das 3. Geschäftsquartal 2013:

Reaktion auf Geschäftszahlen (drittes Quatal 2013)
Veränderung DAX Veränderung - DAX
0,45%  0,20% 0,26%

Die Reaktionen auf die Geschäftszahlen im dritten Quartal aller DAX Konzerne fiel somit schlechter als erwartet aus. Die Marktreaktionen bleiben aber im positiven Bereich und sind damit deutlich besser als im Sommer 2013.

Weitere Infos zum Verständnis hier und hier

DAXChart

20.11.2013: Der Deutsche Aktienindex stieg in den vergangenen fünf Wochentagen um 1,3 Prozent. Immer weiter, immer höher steigt der DAX. Gestern schloss er mit 9193 Zählern.

Die Markstimmung wird daher schon seit einigen Wochen positiv eingeschätzt. Bei der eigenen Stimmungslage waren die Befragten bisher vorsichtig-pessimistisch. Jedoch hat sich die Anlegerstimmung in dieser Woche verbessert, so dass nun je 50% optimistisch bzw. pessimistisch eingestellt sind.

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Im Vergleich zu vergangenen Dienstag hat der DAX weiter zugelegt. Er schloss gestern bei 9076 Punkten. Das sind 0,7 Prozent mehr als in der Vorwoche. Gestern und auch heute gibt der Deutsche Aktienindex Punkte ab.

Negative Sentiment-Daten

Die EZB hat den Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,25 Prozent gesenkt. Was soll jetzt noch kommen? - fragt sich so manch ein Anleger. Daher hat auch die Hoffnung auf steigende Gewinne etwas abgenommen. Der Wert auf der Skala von 0 bis 10 Punkte fiel von 7,0 auf 5,5. Auch die eigene Stimmung bleibt pessimistisch. 83 % sind vorsichtig, skeptisch oder besorgt.

besorgt

13.11.2013: Die Geschäftszahlen der DAX-Unternehmen aus diesem Herbst sind am Markt gut angekommen. Die Anleger reagierten insgesamt positiver auf die Unternehmenszahlen als im Sommer 2013.

Vor zwei Wochen berichtete ich über die ersten Geschäftszahlen der DAX-Unternehmen. Die Reaktionen auf die Unternehmenszahlen gaben den Trend vor und waren überwiegend positiv. Und auch die nachfolgenden Geschäftszahlen wurden am deutschen Aktienmarkt mehrheitlich mit Kursaufschlägen belohnt.

Ausgewertet wurden von mir jetzt die Marktreaktionen von 26 DAX-Unternehmen, die ihre Geschäftszahlen bis heute veröffentlicht haben. Es fehlen nur noch die Unternehmenszahlen von Merck, RWE, K+S (alle am 14.11.2013) sowie von RWE (21.11.2013). Die noch fehlenden Geschäftsberichte sollten das positive Bild nicht umwerfen können.

Im Durschnitt reagierten die DAX-Unternehmen mit +1,05 Prozent Gewinn auf die jeweiligen Geschäftszahlen. Der Zeitraum beginnt am 21. Oktober 2013 und reicht bis heute, 13:oo Uhr. Das Ergebnis liegt nicht nur im positiven Bereich, sondern ist auch besser als die Reaktionen auf die Quartalszahlen im Sommer 2013. Damals lag die Marktreaktion bei -0,24 Prozent (vgl. hier).

Nachfolgend die Infografik mit allen bisherigen Marktreaktionen auf die Geschäftszahlen

 Marktreaktion im herbst 2013

 

Wie auch im Sommer überraschte die Commerzbank positiv. Relativ zum DAX (Erklärung hier) gewann die Aktie am Tag der Veröffentlichung ihrer Geschäftszahlen 9,6 Prozent. Auch auf Conti, Beiersdorf und Volkswagen reagierten die Anleger äußerst positiv. Insgesamt stehen 16 Gewinner zehn Verlierern am Tag der Geschäftszahlen gegenüber.

Das Sentiment auf marketVote zeigt momentan eine negative Stimmung an (vgl. hier). Jedoch sprechen die positiven Marktreaktionen für eine durchaus positive Marktverfassung.

06.11.2013: Immer wieder finde ich Aussagen über den Zusammenhang von DAX und VDAX. Was ist dran an diesem Zusammenhang? Ein Blick auf die Markttechnik.

Der VDAX ist der Volatilitäts-Index der Deutschen Börse. Er bildet die erwartete Schwankungsbreite des DAX in den kommenden 30 Tagen ab.

Gerne wird der VDAX auch als Angstbarometer bezeichnet. Je mehr der Aktienmarkt schwankt, desto größer sei die Angst vor Verlusten, sagt man. Umgekehrt gilt dann aber auch: Schwankt der Aktienmarkt kaum, gibt es auch keine Angst, Verluste zu erleiden. Und wo keine Angst ist, da ist das Potenzial eines Rückschlags gering.

Der aktuelle VDAX

Momentan befindet sich der VDAX auf einem äußerst niedrigen Niveau. Der letzte Tiefstpunkt wurde gerade in den letzten Tagen erreicht. Den aktuellen Kurs finden Sie beispielsweise bei der Deutschen Börse . Der Chart folgende zeigt den VDAX seit 2006 bis heute.

VDAX langfristig

Nach der Angst-These müsste die Angst am deutschen Aktienmarkt zurzeit besonders niedrig sein. Das Risiko eines Rückschlags ist also äußerst gering. Oder nicht?

Rückblick

Ein Blick in die Vergangenheit auf die drei markierten Tiefpunkte des VDAX und den DAX zeigt allerdings, dass es genau anders herum zu sein scheint. In drei von vier Tiefpunkten des VDAX zwischen 2006 und heute gab es nach dem Tiefpunkt im VDAX einen Rücksetzer DAX.

Deutscher Aktienmarkt langfristig

Das heißt, gerade wenn der VDAX besonders niedrig war, gönnte sich der DAX eine kleine Auszeit und konsolidierte. Auch andere untere Wendepunkte des VDAX sind interessant, lassen sich aber nur schwer bestimmen.

Fazit

Steht der VDAX sehr tief, so konsolidiert bald der DAX. So war es zumindest in der Vergangenheit. Konkret bedeutet das: Lag der VDAX unterhalb von 13 Punkten, gab es beim DAX dreimal kurz danach einen Rücksetzer, der zwischen 100 und 500 Punkten betrug.

Eine große Bewegung lässt sich mit den Tiefpunkten beim VDAX nicht bestimmen. Jedoch ist ein Rücksetzer beim DAX wahrscheinlicher geworden.

Sentiment vom 06.11.2013

Deutscher Aktienindex
Es scheint so, als wenn der DAX die Marke von 9000 Punkten mit aller Macht verteidigen will. Immer wenn der DAX die Marke von 9000 Zählern nach unten zu durchbrechen scheint, geht es wieder aufwärts. So wie auch gestern Abend. Er schloss mit 9009 Zählern.

Sentiment fällt weiter
Die Befragten glauben jedoch nicht an einen weiteren Anstieg. Das Sentiment hat sich unter den befragten Marktteilnehmern auffällig verschlechtert. Der Indikator für die Erwartungen in drei Monaten fiel von 56 auf 30 Punkte. 80% sehen einen tieferen DAX in den nächsten drei Monaten. Und auch die Erwartungen für 1 Jahr sind weiter gefallen. Hier liegt der Indikator auf einem ‚Rekordtief‘ von 10 Punkten.

Sentiment vom 30.10.2013

Der DAX machte sich in den vergangenen Tagen weiter auf den Weg nach Norden. Er schloss vergangenen Freitag erstmal über 9000 Zähler. Gestern beendete er den Handel bei 9022 Punkten.

Und trotzdem hat sich das Sentiment auf marketVote verschlechtert. Zusammengefasst lässt sich sagen: „Alle sind gut gelaunt. Vorsichtig bleiben wir trotzdem“. Genau das zeigt die Marktstimmung. Übereinstimmend wird der Markt optimistisch gesehen. Zugleich überwiegt bei der Anlegerstimmung /eigene Stimmungslage eine leicht pessimistische (vorsichtige) Haltung.

30.10.2013: Jetzt und in den kommenden drei Wochen legen die DAX-Konzerne Rechenschaft über das vergangene Quartal ab. Wie ich bereits im August gezeigt habe, geht es mir vor allem um die Reaktion des Marktes auf die Geschäftszahlen.

Wie der Markt auf die Geschäftszahlen reagiert, sagt viel über die Stimmungslage der Marktteilnehmer aus. Werden sie durch die Geschäftszahlen überrascht oder reagieren sie enttäuscht. Die Reaktion auf die Geschäftszahlen kann den Trend der nächsten Wochen bestimmen.

Bisher haben acht Konzerne ihre Quartalszahlen veröffentlicht oder eine Vorabinformation zu den anstehenden Geschäftszahlen bekanntgegeben.

Reaktion auf Geschäftszahlen
Bekanntgabe Unternehmen Veränderung DAX Veränderung - DAX
 21.10.13  SAP  +4,77%  +0,02% +4,74%
 22.10.13  Lufthansa  -2,29%  +0,90%  -3,19%
 24.10.13  Daimler  +3,34%  +0,68%  +2,66%
 25.10.13  BASF  +1,32%  +0,06%  +1,26%
 29.10.13  Linde  -0,41%  +0,48%  -0,89%
 29.10.13  Dt. Bank  +0,86%  +0,48%  +0,38%
 30.10.13  Volkswagen +4,95%  -0,13% +5,08%
 30.10.13  Dt. Börse  +1,31%  -0,13%  +0,95%
 Durchschnitt    +1,73%  +0,30%  +1,37%

Entscheidend ist die Zahl von +1,37%. Der Markt hat bisher positiv auf die aktuellen Geschäftszahlen reagiert. Am Tag der Bekanntgabe der Geschäftszahlen stiegen die Unternehmen im Durchschnitt um 1,73%. Korrigiert man die Zahl um die Bewegung des DAX, ergibt sich eine relative Marktreaktion von plus 1,37 Prozent.

Dieser Wert ist besser als das Ergebnis im Sommer 2013. Damals reagierte der Markt leicht negativ. Der frühere Wert lag bei minus 0,24 Prozent, vgl. hier.

Legende

  • Bekanntgabe: Tag der Veröffentlichung der Geschäftszahlen
  • Veränderung: Gewinn bzw. Verlust der Aktie an diesem Tag
  • DAX: Gewinn bzw. Verlust des DAX an diesem Tag
  • Veränderung - DAX: Gewinn bzw. Verlust der Aktie nach Abzug des DAX-Gewinns.

Fazit

Die ersten Geschäftszahlen sind zwar nur ein kleiner Teil der Quartalszahlen aller DAX-Konzerne. Festzuhalten ist vor allem, dass der Auftakt zur Herbst-Quartalssaison positiv verlaufen ist.

23.10.2013: In der vergangenen Woche bin ich auf den Zusammenhang zwischen ZEW-Index und oberen Wendepunkten beim DAX eingegangen. Es liegt nun nahe, diesen Zusammenhang anhand des Ifo-Index zu überprüfen.

Beide Institute (ZEW, Ifo) fragen Monat für Monat Experten nach ihrer Einschätzung der ‚Geschäftslage‘ (Ifo) bzw. zur aktuellen Situation der Konjunktur (ZEW). Unterschiedlich sind vor allem die befragten Umfrageteilnehmer. Außerdem geht es beim Ifo-Institut um die aktuelle Geschäftslage von Unternehmen und beim ZEW um die Konjunktur.

Der Vergleich der Ifo-Geschäftslage mit dem DAX fällt ähnlich aus wie der Vergleich der Konjunktureinschätzung durch das ZEW mit dem DAX (hier ). Das Geschäftsklima ist aber etwas schwieriger zu interpretieren.

Sehen Sie zunächst selbst: 

DAX Hochpunkte

Geschaeftsklima und Dax

Erstens: Obere Wendepunkte bei den Geschäftslage-Einschätzungen durch das Ifo-Institut fallen mit oberen Kehrtwendungen beim DAX zusammen.

Zweitens: Leider fallen die Höchstpunkte bei den Ifo-Daten unterschiedlich aus. Es lässt sich festhalten, dass sehr hohe Werte über 120 Punkte in meinen Augen ein guter Indikator für einen Wendepunkt beim DAX waren. Jedoch sind auch die Werte über 100 Punkte interessant, denn auch hier fallen die oberen Wendepunkte mit den Wendepunkten beim DAX zusammen. Es ist jedoch kaum zu bestimmen, wann die Ifo-Lageeinschätzungen unterhalb von 120 Punkten nach unten drehen könnten.

Drittens: Das Problem, einen Wendepunkt zu identifizieren wird dadurch erschwert, dass die monatlichen Schwankungen bei den Ifo-Daten es schwierig machen, einen Wendepunkt durch einen gleitenden Durchschnitt zeitnah zu identifizieren.

Fazit
Wer eine einfache Lösung bei Indikatoren bevorzugt, sollte sich nur auf die ZEW-Situationsbefragung konzentrieren. Denn bei Indikatoren gilt noch immer die Regel: Keep it Simple. Wer jedoch mehr Informationen für eine DAX-Indikation bevorzugt, sollte beide Indizes berücksichtigen: die ZEW-Situationseinschätzung und die Lageeinschätzung des Ifo-Instituts.

Diskutieren Sie mit. Ich freue mich über jeden Kommentar zu dem Thema.

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Quelle: Ifo-Institut
P.S.: Das Info-Institut veröffentlicht übrigens kommenden Freitag seine neusten Umfrageergebnisse.

Wochenbericht vom 16.10.2013

Um knapp drei Prozente legte der Deutsche Aktienindex in den vergangen fünf Börsentagen zu. Gestern schloss er auf einem Rekordhoch bei 8804 Punkten. Die Marktstimmung wird daher auch weiterhin optimistisch wahrgenommen. In dieser Woche wurde ein Optimismuswert von 80% festgestellt.

Unternehmensbewertungen
Die Einschätzung zur Unter- oder Überbewertung hat sich im Vergleich zur letzten Befragung nicht verändert. Weiterhin wird im Durchschnitt von einer leichten Überbewertung ausgegangen. Der Wert liegt bei 68,75. Der faire Wert liegt bei 50 Punkten.

Überbewertung

16.10.2013: Das ZEW präsentierte gestern positive Ergebnisse. Ich bin dem Zusammenhang von Aktienindex und ZEW-Indizes nachgegangen. Aktuell spricht nichts gegen einen weiteren Anstieg des DAX. 

Um knapp drei Prozent legte der Deutsche Aktienindex in den vergangen fünf Börsentagen zu. Gestern schloss er auf einem Rekordhoch bei 8804 Punkten.

ZEW-Indizes

Das Rekordhoch beim Deutschen Aktienindex wurde u. a. herbeigeführt durch leicht gesteigene Konjunkturerwartungen des ZEW am gestrigen Tag. Der Index stieg von 49,6 auf 52,8 Punkte. Die befragten Finanzmarktexperten erwarten weiterhin eine positive Konjunkturentwicklung in Deutschland. Wirft man einen Blick auf die aktuelle Einschätzung der Situation durch die Finanzmarktexperten, so hat sich wenig verändert. Dieser ZEW-Index fiel kaum merklich von 30,60 auf 29,70 Punkte.

Zusammenhang mit Deutschen Aktienindex

Ich bin der Frage nachgegangen, welcher der beiden ZEW-Indizes für die Börse interessanter ist. Aus welchem ZEW-Index lassen sich eventuell Rückschlüsse auf die Entwicklung des Deutschen Aktienindex schließen?

Meine Wahl fiel auf die Einschätzung der Situation durch das ZEW. In den zurückliegenden rund 25 Jahren fanden obere Wendepunkte gemeinsam statt. Die Erwartungen weisen leider eine zu hohe Volatilität auf, um langfristige Wendepunkte festzustellen.

Die nachfolgende Grafik zeigt den Zusammenhang von ZEW-Situationseinschätzung und DAX seit 1991:

DAX und Konjunkturlage

ZEW Konjunktur

Die Hochpunkte aus den Jahren 2000, 2007 und 2011 fanden bei beiden Indizes etwa zeitgleich statt. Dies ist natürlich kein Anhaltspunkt für Daytrader. Jedoch stimmten die Hochpunkte beim ZEW-Index (Situation) langfristig dreimal gut mit den oberen Wendepunkten beim DAX überein. 

Fazit

Betrachtet man den Chart, so sieht es aktuell nicht danach aus, als wenn der ZEW-Index (Situation) vor einem Wendepunkt stehen würde. Auch wenn die Umfrageteilnehmer hier auf marketVote die Lage nicht ganz rosig einschätzen, spricht aus Sicht des soeben beschriebenen Index nichts gegen einen weiteren Anstieg des DAX.

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Quelle: ZEW

Wochenbericht vom 09.10.2013
 

Am 18.September 2013 streifte der Deutsche Aktienindex die Markierung von 8700 und erreichte an diesem Tag sein Allzeithoch. Seitdem bröckeln die Kurse ab. Gestern schloss der Deutsche Aktienindex bei 8556 Zählern.

Die Erwartungen fallen in dieser Woche insgesamt neutral aus:

  • Erwartungen für 3 Monate: 50,0 (ausgeglichen, Tendenz: seitwärts)
  • Erwartungen für 1 Jahr: 41,67 (negativ, Tendenz: seitwärts)
  • Index für drei Monate: 43,52 (positiv, Tendenz: abwärts)
  • Index für 1 Jahr: 56,31 (positiv, Tendenz: seitwärts)
  • Hoffnung auf Gewinne: 7,67 Punkte (positiver)

Stimmung mit negativer Tendenz

Insgesamt sind die Stimmungsindikatoren pessimistisch. Die Marktstimmung entspricht zwar in etwa der Anlegerstimmung (eigene Stimmungslage). Es fällt auf, dass die Befragten eben nicht nur vorsichtig agieren, sondern sich Sorgen um den weiteren Verlauf beim Deutschen Aktienindex machen; vgl. auch Blogartikel.

  • Marktstimmung: überwiegend ‚vorsichtig‘
  • Anlegerstimmung: überwiegend ‚besorgt‘

Fazit
Ich muss festhalten, dass sich die Sentimentdaten seit dem Allzeithoch des Deutschen Aktienindex in der Tendenz wenig verändert haben. Demnach befinden sich die befragten Marktteilnehmer in einer Warteposition.

 

09.10.2013: Die eigene Stimmungslage beeinflusst, welche neuen Nachrichten wir wahrnehmen. Die Anleger sind momentan besorgt, wenn es um den deutschen Aktienmarkt geht.

Die eigene Stimmung ist das Hintergrundrauschen unserer Wahrnehmungen und Handlungen. Wer positiv gestimmt ist, wird erfreuliche Nachrichten eher wahrnehmen als negative Nachrichten. Umgekehrt gilt aber auch, dass Anleger, die sich in einer negativen Stimmungslage befinden, unerfreuliche Nachrichten eher zur Kenntnis nehmen. 

Die Wahrnehmung neuer Nachrichten hängt also von der momentanen Stimmungslage ab. Dieser Effekt führt dazu, dass sich Börsentrends in die eine oder andere Richtung verstärken.
Stimmungslage
Die aktuelle Stimmungslage der befragten Anleger hat sich gegenüber der vergangenen Woche leicht verschlechtert. Der Indikator für die Anlegerstimmung liegt bei -42 Punkten (letzte Woche: -33). Der Indikator bewegt sich häufig im negativen Bereich. Das liegt daran, dass viele Befragte gerne angeben ‚vorsichtig‘ zu agieren.

In dieser Woche sticht jedoch die Besorgnis um den deutschen Aktienmarkt besonders hervor. Die Abbildung zeigt die Häufigkeiten der Nennungen. Hinzuzufügen ist, dass 29 Prozent angegeben haben, dass sie ‚zuversichtlich‘ sind.

Große Impulse für Marktbewegungen hat es seit der Bundestagswahl nicht gegeben. Es scheint so, als wenn Anleger sehnsüchtig auf neue Impulse warten. Die vor uns liegenden Quartalszahlen könnten den kurzfristigen Abwärtstrend des Deutschen Aktienindex (vgl. bspw. bei TK-Strategie ) beenden. Die Sorge um weiter abbröckelnde Kurse hat einen kleinen Vorsprung gegenüber steigenden Kursen. 

Wochenbericht vom 18.09.2013
 

Im Vergleich zu vergangener Woche haben sich die beiden Sentimentindikatoren DAX-Erwartungen und -Indizes leicht verbessert. Die Erwartungen zum DAX fallen nun insgesamt positiv aus. Eine Ausnahme bilden weiterhin die langfristigen Erwartungen. Offenbar erwartet die Mehrheit hier auf marketVote einen deutlichen Rückgang im Verlauf des nächsten Jahres.